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Radfahren

Rad-Workouts in Watt auf Garmin – drinnen wie auf der Straße

Auf dem Rad hat die Leistung alles andere abgelöst: Sie lügt weder beim Wind noch bei der Steigung noch bei der Ermüdung. Man muss sie nur so angeben, wie Garmin sie erwartet. So baust du ein strukturiertes Rad-Workout, für drinnen wie für draußen.

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-24

Warum Leistung statt Geschwindigkeit

Auf dem Rad hängt die Geschwindigkeit von so ziemlich allem ab, nur nicht von deiner Anstrengung: Zwei Prozent Steigung, Gegenwind oder ein schmieriger Belag verändern sie bei gleicher Anstrengung um die Hälfte. Die Leistung dagegen misst direkt, was du erbringst.

Deshalb steuert man ein strukturiertes Rad-Workout in Watt, sobald ein Leistungsmesser vorhanden ist, und sonst über die Herzfrequenz – wobei man hinnimmt, dass das Herz zu Beginn kurzer Belastungen träge reagiert.

Was Garmin beim Radfahren als Ziel akzeptiert

Das Vokabular des Radfahrens unterscheidet sich von dem des Laufens, und das ist eine häufige Fehlerquelle, wenn man ein Workout von einer Sportart auf die andere überträgt.

Klassischer Fehler: ein Leistungsziel als Prozentsatz der FTP senden. Garmin erwartet absolute Watt. Rechne vor dem Senden um, sonst wird das Ziel falsch interpretiert und das Workout steuert nichts mehr.

Ein und dasselbe Workout kann wechseln: Leistung in den Intervallen, Trittfrequenz in den Technikübungen, gar nichts in der Erholung.

FTP, Zonen und gängige Einheiten

Die FTP ist die Leistung, die du etwa eine Stunde halten könntest. Sie dient als Bezugswert, um die Zonen abzuleiten, und wird alle zwei bis drei Monate neu bestimmt.

Eine brauchbare FTP-Schätzung ergibt sich aus einer maximalen Belastung über zwanzig Minuten, von deren Durchschnittsleistung man etwa 95 % nimmt.

Rollentrainer: was sich ändert

Drinnen spielt das strukturierte Workout seine ganze Stärke aus: keine roten Ampeln, keine Abfahrten, die Zielleistung lässt sich auf die Sekunde genau halten. Ein Smart-Trainer kann sogar den nötigen Widerstand vorgeben, um dich auf dem Ziel zu halten, ohne dass du etwas nachregeln musst.

Achte aber auf ein Detail, das viele Vergleiche verfälscht: Aktivitäten, die auf einer virtuellen Trainingsplattform aufgezeichnet werden, kommen nicht immer über die offiziellen Garmin-Kanäle an. Die Einheit kann absolviert sein, ohne dass die Daten in der Auswertung landen.

Häufige Fragen

Brauche ich einen Leistungsmesser für ein strukturiertes Workout?

Nein, aber ohne Leistungsmesser muss das Ziel als Herzfrequenz angegeben werden. Bei langen Belastungen ist das in Ordnung, bei kurzen Intervallen deutlich weniger: Das Herz braucht dort mehr als eine Minute, um die tatsächliche Belastung abzubilden.

Wie rechne ich einen FTP-Prozentsatz in Watt um?

Multipliziere deine FTP mit dem gewünschten Prozentsatz: 90 % einer FTP von 250 W ergeben 225 W. Diesen Wert in Watt musst du an Garmin übermitteln, niemals den Prozentsatz.

Werden Indoor- und Outdoor-Radfahren unterschiedlich behandelt?

Der Aufbau des Workouts ist derselbe. Der Unterschied ist praktischer Natur: Draußen sind Leistungsziele schwerer zu halten, und es ist oft sinnvoll, die Bereiche zu verbreitern.

Wie oft sollte ich meine FTP neu testen?

Alle zwei bis drei Monate genügt, oder nach einem markanten Trainingsblock. Eine überschätzte FTP macht alle Einheiten zu hart und verfälscht zugleich die Belastungsauswertung.

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